Deutsch

"Rodent" Jagd

Seit Tagen mach ich nun Jagd auf das was sich bei uns in der Decke aufhaelt. Es kommt in der Nacht und verschwindet am Morgen. Es hat also nur ein warmes Plaetzchen zum schlafen gesucht, das Problem ist jedoch, je kaelter es wird, desto laenger wird es sich bei uns im Haus aufhalten, je laenger es in der Decke bleibt, desto mehr Schaden richtet es an. 
Ich hatte ja geschrieben das ich bei Lowes war und mir verschiedene Fallen gekauft hatte. Unter anderem auch Katzen&Hunde freundliches Gift (man kann nie vorsichtig genug sein). Ich hatte ja eine Tafel aus der Decke herausgenommen um zu sehen was da oben ueberhaupt los ist und die Fallen auf beiden Seiten aufgestellt und sie am naechsten Tag kontrolliert.
1 Falle: Der Rodent ging in die Falle hat das Gift auch aufgenommen, sogar Kot hinterlassen ist jedoch wieder aus der Falle ausgebrochen und wahrscheinlich irgendwo in der Decke verendet. Ergo: Die Plastikfallen sind reiner Muell. 
2 Falle: eine klassische Mausefalle. Am naechsten Tag war diese jedoch, inkl. Koeder verschwunden. Eine Maus haette das nicht fertig gebracht. Es sei denn es handelt sich um eine genmutierte Monstermaus. 
Wir sind also wieder am Anfang: Was fuer ein Viech haelt sich in der Decke auf?
Jetzt werd ich wohl doch noch eine “Wildlife” Falle kaufen muessen, die mit Erdnussbutter preparieren und sie auf dem Sonnenraum aufstellen, in der Hoffnung das mir was in die “Falle geht”…
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Maeuse, Eichhoernchen und andere Viecher…

Ein ganz grosses Problem in dieser Gegend sind Maeuse, Eichhoernchen, Marder und Ratten. Auch wenn man sauber ist und alles richtig macht, so ist man nicht vor den Eindringlingen geschuetzt. Vor allem da es auf den Winter zugeht kommen sie zunehmend in die Haeuser. Bei uns gehen sie zum Beispiel durch die Garage. Die ist ja direkt am Haus angebaut und hat ueber der Tuer einen Zugang. Darueberhinaus hat sich der Eindringling einen Weg in unsere Decke gebahnt und seit ein paar Wochen haben wir irgendetwas in der Decke und es bis jetzt nicht fangen koennen. Ich hatte sogar Pest Inc. gerufen und die meinten dann das es ein Eichhoernchen sei und Animal Control (Wildlife Pest Removal)dafuer zustaendig ist, da  Pest Inc keine Lizens fuer Squirrels hat.

Das beste ist ja das es den Eichhoernchen recht einfach gemacht wird. Sie kommen und gehen ueber die Stromleitungen, Baeume oder klettern einfach die glatte Wand hoch. Ueber die Stromleitung ueberqueren sie auch die Strasse. Wir haben duzende von Eichhoernchen in der Strasse und eins kann ich tagtaeglich in der Nachbarschaft wandern sehen. Das Wild allgemein hat ihr ueberhaupt keine Angst vorm Menschen.

So, nun hab ich also Animal Control angerufen, die wiederum meinten das sie niemanden in unserer Ecke haetten und haben mir eine Handy Nummer gegeben die wiederum einem Mann gehoerte der in Canada lebt und nicht auf der anderen Seite der Grenze arbeitet. 
Na super… was macht man jetzt? Wie bekommt man ein Eichhoernchen wieder aus der Decke raus?
Ist es ueberhaupt ein Eichhoernchen oder doch vielleicht eine Maus? Wir haben es ja nie zu Gesicht bekommen, wissen nur das es zu bestimmten Tageszeiten auftaucht und wieder verschwindet. In der Garage hab ich dann Maeusekot gefunden und jetzt gehe ich einfach mal davon aus das kein Eichhoernchen sondern eine Maus ist. 
Bei Lowes hab ich mir dann Hunde und Katzenfreundliches Maeusegift gekauft, die Garage abgeschlossen, im Haus, aus der Decke eine Platte rausgenommen (ist sowieso nur dry-wall und laesst sich einfach wieder einsetzen) und diverse Fallen aufgestellt. 
Jetzt heisst es warten…
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Schusswaffen

 Q. ist jetzt seit ueber zwei Wochen in Afghanistan. Er konnte bisher nur ein einziges Mal anrufen, wir haben zweimal online chatten koennen und ansonsten schicken wir uns gegenseitig emails und Briefe die bis jetzt noch nicht angekommen sind. 

Es ist schon ein komisches Gefuehl so ganz alleine in den USA zu sein. Ich bin froh das ich meine Freunde habe die mich wirklich toll unterstuetzen. So haben mich, gestern zum Beispiel, zwei meiner besten Freunde zur Shooting Range mitgenommen. Ich kam in den Genuss ein M4, M44, eine Pump Gun sowie eine Muskete zu schiessen, ich musste mich wirklich ueberwinden die Schrotflinte in die Hand zu nehmen und den Abzug zu druecken.

Das M44 ist ein russisches Model aus dem Jahr 1944, bei dem Ding wackelt und vibriert der Boden. Das ist echt wahnsinn, wenn ich mir vorstelle das dieses Model im zweiten Weltkrieg im Einsatz war,.. hunderte, ja gar tausende davon im Einsatz, gleichzeitig geschossen… wenn schon bei einem Gewehr die Erde vibriert, wie ist das erst wenn tausende zur gleichen Zeit geschossen werden, da muss die Erde regelrecht gebebt haben. Interessanter Weise stellte sich heraus das ich, obwohl ich rechts schreibe, mit links schiesse. Die Schrotflinte hatte ich noch in der rechten Hand, was mir jedoch recht unangenehm war, die Smith&Wesson nahm ich dann links, und siehe da… sehr viel besser.

Es hat mir einen voellig neuen Respekt vor Waffen gegeben. Es ist eine Sache darueber zu reden, aber eine voellig andere sie selbst in der Hand zu haben und zu spueren wie der Untergrund vibriert oder gar zu sehen was fuer einen Schaden so eine Waffe in den falschen Haenden anrichten koennte.

Schade eigentlich das es soviel Missbrauch gibt. Auch wenn es sehr viel Spass gemacht hat, so stimmt es einen auch nachdenklich…
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Die erste Woche…

…ohne ihn ist jetzt vorbei. Ich glaub ich war seit langem schon nicht mehr soviel unterwegs, beschaeftigt und zum Teil sogar im Stress. Das ganze hat jedoch einen guten Nebeneffekt, man denkt nicht soviel ueber das “Was waere wenn…” nach.
Ich war in Rochester bei einer Personensuche, danach bei Debbie Zappia fuer eine Privat Stunde, organisiere das Teamtraining bei Debbie, hab mich total verfahren weil ich ausversehen an Mexico vorbeigefahren bin und dafuer zwei Ausfahrten spaeter raus bin und kam am Samstag deswegen total zu spaet zum Training. Die arme C. hatte sich schon Sorgen gemacht weil sowas bis jetzt noch nicht passiert ist. War das erste Mal in meinem Leben auf einer Halloween Party. Der Tuersteher meinte dann ich soll meinen Hund holen und zum Spass so tun als sei sie ein Drogenspuerhund. Hab sie dann geholt und es war die perfekte Atmosphaere um sie einer ungewoehnlichen Situation auszusetzen. 
Sie hat dem Trubel komplett standgehalten, die Leute begruesst, war mal wieder total im Mittelpunkt. 
Morgen gehts nach Washington, DC um eine Freundin aus Heidelberg zu treffen und Nala abzuholen. Samstag gehts dann wieder zum Training.
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Jetzt ist er weg…

… zuerst hiess es das ich ihn um fuenf Uhr morgens abliefern muss, da er die Soldaten ueberwachen sollte, die ihren Raum ausraeumen mussten. Nach ein paar Telefonaten stellte sich jedoch heraus das Rear-D diese Aufgabe uebernehmen wuerde.

Gegen 12:30 Mittags fuhren wir dann zur Kompanie. Wir hatten Indra und Yukon dabei und waren etwas frueh drann. Von daher liefen wir mit den Hunden, Hand in Hand ueber den Parkplatz und verbrachten so die Zeit miteinander. 
Ein paar seiner Kameraden kamen zu uns um den Hunden “Hallo” zu sagen. Sie sind bekannt wie bunte Hunde da ich sie fast immer dabei habe wenn ich mal das Auto hab und ihn abholen muss. Einer verwechselte Yukon mit Judge und meine “Wow! Du bist aber gross geworden, als ich dich das letzte Mal gesehen hab, warst du noch so klein.”
Ich konnte es nicht uebers Herz bringen ihm zu sagen das er gerade den falschen Hund bewundert. 
Spaeter brachten wir Yukon zum Auto und nahmen Indra mit. Sie wusste ganz genau was los war. Wenn Quasi auch nur fuer ein paar Sekunden ausser Sichtweite ging, fing sie an zu heulen. Wenn er zurueckkam machte sie einen kleinen Freundentanz. 

Als es dann endlich soweit war und Quasi zur Formation musste, nahm er Indras Leine. Sie himmelte ihn regelrecht an und um ehrlich zu sein, so hab ich sie auch noch nicht erlebt.

Normalerweise hat es ihr nie wirklich was ausgemacht ob Q. nun da war oder nicht, ober mal ein paar Stunden zu spaet war, ueber Nacht nicht da war, ja selbst als er einen Monat im Feld war hat es sie nicht wirklich interessiert. Aber an dem Tag wusste sie genau das etwas nicht stimmte, das er wohl nicht mit nachhause kommen wuerde und das etwas sehr ernstes bevorstand.
Ich bin davon ueberzeugt das Hunde sehr viel mehr mitbekommen als wir zu glauben meinen. 
Als sich die Soldaten alle zur Formation sammelten heulte Indra regelrech auf und bellte herzzerreissend nach Q, woraufhin sich eine Soldatin kurz loeste und fragte ob sie Indra denn streicheln duerfte. Sie kniete sich nieder, streichelte ihr ueber den Kopf und sagte “Weine nicht, es wird alles wieder gut.”
Dieser Moment war so voller Emotionen das ich die Traenen kaum zurueckhalten konnte. Das sind diese kurzen Augenblicke die einem immer in Erinnerung bleiben werden. 
Waerend der Formation trat ich ein wenig in den Hintergrund da ich niemanden stoeren oder veraergern wollte. Ich legte sie ab und hoerte zu. Wirklich interessant war es nicht. Ein paar Soldaten mussten Liegestuetzen leisten weil sie ihre Brillen nicht auf hatten, die nun ein staendiger Bestandteil der Uniform sind. Fuer die Familien war es etwas enttaeuschend. 

Spaeter half er dann noch ein paar Soldaten ihre Ausruestung zu verstauen und ich stand da und wartete. Nachdem er wieder kam begleitete er mich noch zum Auto. Er nahm Abschied von den Hunden, wir umarmten uns, dann loeste er sich “Ich will das du dir Eiscreme kaufst und sie isst.” mit diesen Worten drehte er sich um, winkte noch einmal und lief davon.
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