Schusswaffen

 Q. ist jetzt seit ueber zwei Wochen in Afghanistan. Er konnte bisher nur ein einziges Mal anrufen, wir haben zweimal online chatten koennen und ansonsten schicken wir uns gegenseitig emails und Briefe die bis jetzt noch nicht angekommen sind. 

Es ist schon ein komisches Gefuehl so ganz alleine in den USA zu sein. Ich bin froh das ich meine Freunde habe die mich wirklich toll unterstuetzen. So haben mich, gestern zum Beispiel, zwei meiner besten Freunde zur Shooting Range mitgenommen. Ich kam in den Genuss ein M4, M44, eine Pump Gun sowie eine Muskete zu schiessen, ich musste mich wirklich ueberwinden die Schrotflinte in die Hand zu nehmen und den Abzug zu druecken.

Das M44 ist ein russisches Model aus dem Jahr 1944, bei dem Ding wackelt und vibriert der Boden. Das ist echt wahnsinn, wenn ich mir vorstelle das dieses Model im zweiten Weltkrieg im Einsatz war,.. hunderte, ja gar tausende davon im Einsatz, gleichzeitig geschossen… wenn schon bei einem Gewehr die Erde vibriert, wie ist das erst wenn tausende zur gleichen Zeit geschossen werden, da muss die Erde regelrecht gebebt haben. Interessanter Weise stellte sich heraus das ich, obwohl ich rechts schreibe, mit links schiesse. Die Schrotflinte hatte ich noch in der rechten Hand, was mir jedoch recht unangenehm war, die Smith&Wesson nahm ich dann links, und siehe da… sehr viel besser.

Es hat mir einen voellig neuen Respekt vor Waffen gegeben. Es ist eine Sache darueber zu reden, aber eine voellig andere sie selbst in der Hand zu haben und zu spueren wie der Untergrund vibriert oder gar zu sehen was fuer einen Schaden so eine Waffe in den falschen Haenden anrichten koennte.

Schade eigentlich das es soviel Missbrauch gibt. Auch wenn es sehr viel Spass gemacht hat, so stimmt es einen auch nachdenklich…
Categories: Blog, Deutsch, Leben in den USA

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