Great Bear Springs

Wir sind heute zu den Great Bear Springs gefahren um die Hunde im Black River schwimmen zu lassen. Great Bear ist in Fulton und rund eine Stunde Fahrtzeit von uns entfernt, es lohnt sich jedoch da es ein “Off Leash” Gebiet ist und man die Hunde ohne Leine fetzen lassen kann, was hier, in den USA zum Teil selbst in riesigen Waldgebieten verboten ist.
Wir im vorigen Post bereits geschrieben  ist der Indian Summer in voller Bluete und die Farbenpracht der Baeume ist unbeschreiblich und einfach nur herrlich anzuschauen.
Great Bear Springs ist ein eingezaeuntes Erhohlungsgebiet das von Fahrradfahrern, Wanderen, Hundebesitzern und Reitern in Anspruch genommen wird. Gerade im Sommer und Indian Summer, wird es oft und gerne benutzt. 
Als wir ankamen stand ein riesiger SUV mit einem beeindruckenem Pferdeanhaenger auf der anderen Seite. Die Leute fahren extra von den Stallungen bis zum Erhohlungsgebiet um ausreiten zu gehen.

Wie auch immer, wir liefen relativ ungestoert den Weg entlang und kamen recht schnell am Black River an.
Der Black River ist recht stark befahren, nicht von Frachtschiffen, jedoch von Yachten, Schnellbooten etc.
Die Leute freuen sich immer deutsche Schaeferhunde zu sehen und so wurde uns oft zugewunken und gerufen was fuer schoene Hunde wir doch haben. Das ist mir in Deutschland am Rhein nie passiert 🙂
Die Gauner hatten natuerlich jede Menge Spass am Wasser, sind hin und her gefetzt, haben Stoecke aus dem Wasser geholt, mit einander gespielt und Indra erinnert mich ab und an, an den Olko vom Baerenfang. Der Bursche hat es geliebt riesige Stoecke mit sich zu schleppen und nicht mal vor umgestuerzten Baumstaemmen halt gemacht. Das sie zu gross zum tragen waren hat ihn nicht davon abgehalten es zumindest zu versuchen.
Indra ist genauso. Ob riesiger Ast, umgestuerzter Baum, sie muss es zumindest versuchen. Wenn sie den Stamm nicht hochbekommt wird es zu einer regelrechten Lebensaufgabe den Stamm zumindest anzuheben und zu bewegen.
Kia hatte ebenfalls Spass. Auch wenn sie kleiner ist wie die anderen drei, das haellt sie nicht davon ab es mit Yukon, Indra oder Judge aufzunehmen. Sie ist recht forsch und geht den anderen am liebsten, beim spielen, in die Hinterbeine. Sie hat unter anderem eine grosse Klappe. Manchmal steht sie einfach nur daneben und verbellt die anderen beim Spiel.
Hier versucht sie den Hang raufzuklettern.
Der Black River. Wunderschoen oder?

Hier kann man schoen Judges deformiertes Bein sehen. Der Knochen woelbt sich nach aussen und das Bein ist verdreht. Was gut zu sehen ist wie der Knochen sich gewoelbt hat. 

Und hier noch eines von Judges vielen verschiedenen, lustigen Gesichtern. Der Hund ist einfach ein Clown 🙂

Guter Trainings Tag

Heute waren wir bei North Bay in Fulton. Das ist ein Camping Platz der direkt am Lake Neahtahwanta liegt. Unerwarteter Weise wurde es ein wunderschoener Tag. Eine neue Helferin war heute da und hat sich versteckt. Indra’s Kenndecke war irgendwo unter Quasis Ausruestung versteckt und so lies ich sie nur mit ihrer Glocke laufen. C. nahm den Ball und versteckte ihn in ihrer Tasche da die Helferin bereits versteckt war.

Ich war zuerst nicht so sicher ob es ein gute Idee war das sie nicht direkt beim Helfer belohnt werden konnte. Auch wenn wir die Hunde auf den Ernstfall vorbereiten so bin ich, persoenlich, der Meinung das die Hunde direkt belohnt werden muessen. So haelt man sie bei Laune.
Indra sucht zwar auch Ohne, aber ich will es einfach nicht das es zur Regel wird das der Helfer keinen Ball dabei hat. Auch wenn die anderen vielleicht anderer Meinung sein sollten, die Belohnung muss einfach dabei sein. Sie hat ja bereits oft genug bewiesen das sie ohne suchen kann. Die Belohnung, staendig wegzulassen, oder sie von jemand anderem kommen zu lassen wie vom Helfer… ich weis nicht.. ich weis nicht…

Wie auch immer, sie hat wunderbar gesucht und nachdem sie zurueckkam und anzeigte, pendelte sie zwischen mir und der Helferin, hin und her. Sie setzte sich jedoch, auf dem Huegel hin und verrichtete erst mal ihr Geschaeft bevor sie mich dann endgueltig zum Helfer fuehrte…. ich haette sie vielleicht vorher was machen lassen sollen haha.

Spaeter liessen wir die Hunde noch miteinander fetzen und es tat ihnen sichtlich gut.

Danach gingen C. und ich noch zu Subway und fuhren zu ihr nachhause. Dort uebten wir noch in der Navigation mit Mappe und Kompass, danach ging sich ihre Tochter verstecken und Indra legte eine 1A Suche hin. Sie pendelte drei Mal zwischen uns hin und her, zeigte sauber an und fuehrte uns zu J.

Sie haette heute den ganzen Tag arbeiten koennen. Sie war super drauf.

Jetzt muss ich in der Navigation anziehen damit ich den Crew Boss machen kann. Wir gingen durch C’s Map Exam, welches sie fuer den Crew Boss abgelegt hat. Man muss die Karte aufmerksam lesen um die Fragen beantworten zu koennen. Bei zwei Fragen waere ich wohl gescheitert, eine Frage weil ich einfach nicht gewusst haette wo und wie ich den Kompass anlege und bei der anderen wegen der Formulierung. Ich hab mich am ersten Satz aufgehaengt weil ich ein Wort nicht kannte. Haette ich jedoch weitergelesen haette sich der Sinn der Frage von selbst erklaert. Aber so kann es gehen.

Da ich sowieso noch zwei Suchen brauche um den Crew Boss machen zu koennen hab ich ja noch Zeit mich in der Navigation zu festigen. Dafuer das ich es in den letzten 10 Monaten nur zweimal gemacht hab, war es gar nicht so schlecht. Ist einfach eine Sache der Uebung.

Comfed SAR Camp

Photobucket Letzte Woche fand das Comfed SAR Camp in Deposit statt. Leider konnte ich nur am Samstag gehen und hab dadurch 80% der Lehrgaenge verpasst. Es war soviel los das wir auch nicht dazu kamen die ersten drei Pruefungen zu laufen. Dazu kommt noch das unser Teamchef moechte das ich zuerst den Crew Boss mache und das bedeutet das ich noch zwei weitere Einsaetze brauche. Also wieder nix mit Pruefung….
Dafuer durften wir das erste Mal ans Hochseil.
Zuerst wurde ueberprueft ob Indra es ueberhaupt mit sich machen laesst. Dafuer bekam sie das Abseilgeschirr an und wurde an einem Balken hochgezogen. Das Harness war jedoch nicht richtig ausbalanciert weswegen der Hintern zuerst in die Luft ging. Es dauerte eine Weile bis es richtig ausbalanciert war und sie dann bequem, am Balken, baumelte.
Etwas spaeter, nachdem wir den Kurs im Bloodborn Pathogenes, bei dem man lernt, wie man mit Blut, Plasma, Koerperfluessigkeiten, menschlichem Gewebe etc. umgeht, ging es dann auch schon runter an die Schlucht.
PhotobucketNachdem drei Handler mit ihren Hunden in die Schlucht hinausgezogen wurden, schlug die Stunde der Warheit, und wir beide kamen drann. Ich zog Indra das Geschirr an, dann musste ich mein eigenes Geschirr anziehen, Helm und Handschuhe anziehen, Jacke ausziehen, Indra bis auf Brusthoehe hochheben damit sie eingeklinkt werden konnte und sie dann so positionieren das wir beide bequem hinausgezogen werden konnten.
Am Anfang musste ich sie nochmals etwas hin und her schieben. Es war ihr zwar unangenehm aber sie blieb ruhig und lies die ganze Prozedur ueber sich ergehen. 

PhotobucketDann wurden wir langsam rausgezogen. Sie ruhte auf meinem Schoss bis wir so ungefaehr in der Mitte waren und sie meinte das es doch interessanter waere sich auf meinen Schoss zu setzen.
Der Mann von der Bergwacht meinte das es in jeder Gruppe einen Hund gibt der den “Poser” spielen muss und wir lachten alle ganz Herzlich.  Ich “legte” Indra wieder ins Platz, da es ja auch eine Frage der Sicherheit ist, und wir wurden unverrichteter Dinge wieder auf festen Boden manoevriert. 
Das ganze hat einen riesigen Spass gemacht und uns wurde gesagt das wir das naechste Mal von einem Helikopter abgeseilt werden wuerden. Ob das nun Spass oder Ernst war, das konnte ich nicht so ganz raushoeren, falls nicht, wir sind aufjedenfall wieder dabei. 
Schade das ich nur am Samstag kommen konnte. Den Grossteil der Comfed hab ich leider verpasst. Ich haette gerne den “Crime Scene Preservation” Kurs mitgemacht.

Naechstes Jahr gibt es wieder eine Comfed und da bin ich dann von Anfang bis zum Ende, dabei.

Chris geht in ein neues Zuhause

Es ist soweit. Eine Lehrerin in New Jersey wird sich Chris annehmen. Sie hat drei Rhodesian Ridgebacks, ein paar Katzen und arbeitet sehr viel mit Hunden die nicht “adoptable” sind und arbeitet dann mit denen.
Wir haben heute knapp zwei Stunden telefoniert und ich hab ihr alles ueber Chris erklaert. Sie meinte das er sich fast so wie der Pitbull/Ridgeback mix anhoert den sie bis vor kurzem hatte. Der waere wohl genauso bekloppt gewesen. 
Heute, zum Beispiel, hatte er seine “fuenf” Minuten. Ich lag noch im Bett und Quasi hat die Hunde rausgelassen. Chris preschte durch das Haus und sprang mit einem riesigen Satz, und voller Wucht, auf mich. Einen kurzen Moment dachte ich das er mir alle Rippen bricht. Dann machte er einen riesigen Satz vom Bett, rannte drei bis viermal durchs haus, warf den Wohnzimmertisch und ein paar Stuehle um, preschte wieder zu mir, sprang wieder auf mich, blieb dann liegen und steckte seinen Kopf in meine Achselhoehle nur das er wieder, wie von den Hummeln gestochen, durchs Haus rannte, die Bettdecke mit sich zerrte, und dann einen Schuh durch den Sunroom schleuderte. 
Als ich endlich sein Halsband zu greifen bekam fing er an zu protestieren, versuchte mich jedoch nicht zu beissen (so wie er es ganz am Anfang tat) und daraufhin lies ich ihn erstmal in den Vorgarten. 
Er stuermte von einem Ende zum anderen, wollte durch das Tor preschen und ich konnte ihn jedoch noch rechtzeitig abrufen, hielt die Haustuer auf, er rannte wieder ins Haus, in den Crate und legte sich hin….. 
Was fuer ein Morgen… ich sags euch. 
Das einzige was mich ein wenig beunruhigt ist das die Frau keinen richtigen Zaun hat. Sie hat einen unterirdischen Elektrozaun und ich trau den Dingern nicht ueber den Weg…. naja, wir werden ja sehen ob und wie gut es mit den beiden laeuft 🙂