Abenteuer NY City

Eigentlich haette eine Freundin von mir Judge abholen sollen. Es war alles bereits durchgeplant. Sie holt ihn ab, Petair kommt und holt ihn aus Heidelberg ab. Leider machte die Army uns jedoch einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Ihr Mann wurde in letzter Minute zum Dienst geordert und sie wollte nicht alleine die Strecke zur oesterreichischen Grenze fahren. 
Einerseits kann ich sie verstehen auf der anderen Seite war ich stinksauer. Wenn man zusagt dann sollte man das auch halten, vor allem wenn man weis das derjenige darauf angewiesen ist. Sie schrieb mir eine Nachricht ueber Facebook und rief nicht mal den Zuechter an. Der wartete naemlich auf ihren Anruf und als ich am Morgen dazu kam die Nachricht zu lesen fiel ich aus allen Wolken. Vor allem da der Zuechter zuhause hockte und auf den Anruf meiner Freundin wartete das er an die Grenze fahren soll. 
Ich rief ihn dann an und erklaerte ihm was los war. Er erklaerte sich bereit Judge selbst nach Frankfurt zu bringen und so wurde alles fuer einen Tag spaeter umgebucht. 
Lufthansa Cargo rief am gleichen Tag an um die Buchung zu bestaetigen. 
Rebekah erklaerte sich bereit mit mir nach NY City zu fahren und so machten wir uns am naechsten Tag um vier Uhr morgens auf den Weg.

Die Fahrt war lang und die ersten zwei Stunden waren von Schneefall bestimmt. Danach war alles klar und wir fuhren durch eine wunderschoene Landschaft gepraegt von viel Wald und Huegel. Nach ca. 5 Stunden kamen wir in NY City an. Ich hab in meinem ganzen Leben noch nie soviel Abfall gehen. Egal wo man hinschaute, ueberall lag Muell und die Leute sahen alle miesgelaunt aus. 
Der Verkehr war nicht so schlimm. Im Prinzip war es nicht anders wie auf der A5 zur Feierabendzeit.

Als wir dann endlich am Cargo Gebaeude ankamen wurde uns mitgeteilt das wir ueber eineinhalb Stunden zu frueh seien und so entschieden wir uns zu tanken und etwas essen zu gehen sowie Yukon, Zenzy und Indra laufen zu lassen. Die hatten wir naemlich dabei. Ich kann mit Recht sagen das meine Hunde weiter gereist sind wie so manch ein Mensch. Sie sind nicht nur durch ganz Deutschland gereist, sie waren unter anderem in der Schweiz, Oesterreich, Frankreich, sind ueber den Ozean geflogen in Washington gelandet und von dort aus dann ueber Virginia, Pennsylvania nach Upstate New York gefahren und waren jetzt auch noch in NY City und zu guter letzt sahen wir sogar noch etwas von der Stadt und entschieden beide das wir uns hier mit unseren Hunden wohl nicht sehr wohl fuehlen wuerden.

Nachdem ich die Papiere von Judge hatte mussten wir einmal rundherum um den Flughafen fahren um Judge zu “verzollen”. Ich reichte alle Papiere ein, musste einige Fragen beantworten und mit einem Laecheln sagte der Zollbeamte “Go get your Puppy.” 
Wir fuhren also wieder zurueck, die Papiere wurden nochmals von der Lufthansa Cargo eingesehen, dann wurde ein Foto gemacht, ich bekam einen Pass und wurde in die riesige Lagerhallte gefuehrt um Judge abzuholen. 
Als ich den Kennel sah, fiel ich wieder aus allen Wolken. Der war gross genug um einen ausgewachsenen Schaeferhund zu beherbergen. Fuer einen vier Monate alten Welpen also viel zu gross. Der arme Kerle hatte ja ueberhaupt keinen Halt darin und ich hoffe mal das er nicht zu stark durchgeschueltet wurde.

Wie auch immer, das Auto wurde beladen, die Hunde allesamt eingepackt und wir machten uns direkt auf den Rueckweg. Dieses Mal waehlten wir die Interstate, zahlten unverschaemt hohe Maut und waren somit jedoch fast zwei Stunden frueher zuhause. 
Gut eine Stunde bevor wir zuhause ankamen wechselte ich jedoch mit Rebekah. Ich war so fertig das ich keinen Meter mehr weiterfahren konnte und nach einem Tag voller Abenteuer kamen wir alle wohlbehalten, zuhause an und fielen eine Stunde spaeter, total uebermuedet ins Bett.
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